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Malaysia – Belida und Kelisa

Belida – Giant Featherback – Rauher Federrücken – Chitala chitala

 

Frühere wissenschaftliche Namen (Synonyme): Notopterus chilata, N.chitala, Mystus chitala, Chitala clitula, Chitala lopis, Notopterus buchanani, N.maulatus, N. Occelifer

Englisch Giant Featherback oder Clown Knifefish

Deutsch Tausenddollarfisch oder Rauher Federrücken

Malaiisch Belida

 

Giant Featherback (Zeichnung: Henry Sullivan Thomas, Public Domain, Quelle. http://en.wikipedia.org/wiki/File:Chitala_chitala_Thomas.jpg )

 

 

Vorkommen

In Indien wird dieser Messerfisch bis zu 90 cm groß, in anderen Länder Südostasiens wurden bisher Maximallängen von 75 cm gefangen.

Merkmale

Der Belida (Giant Featheback) gehört zur Gruppe der Messerfische. Er ist der größte von insgesamt 4 Arten, jeweils zwei in Asien und 2 in Afrika. Messerfische haben eine sehr lange Afterflosse, die knapp hinter dem Kopfansatz beginnt und am Bauch entlang bis zum Schwanz verläuft und mit diesem verschmilzt. Die Rückenflosse ist dagegen sehr klein und steht wie eine Feder aufrecht schräg nach hinten. Die Rückenflosse dient als Steuerruder. Die notwendige Antriebskraft liefert die Afterflosse mit ihren wellenförmigen Bewegungen. Damit können sie sowohl vorwärts als auch rückwärts schwimmen. Das Maul ist im Verhältnis zum Körper sehr klein.

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Lebensraum, Nahrung und Fortpflanzung

Den Giant Featherback findet man vor allen in den Stillwasserzonen größerer Flüsse. Er ist nachtaktiv, dabei werden vor allem Fisch erbeutet. Die Jungfische ernähren sich aber auch von Krebsen, Muscheln und anderen Bodenbewohnern am Gewässergrund.e Fische halten sich bevorzugt in ruhigen Seitenarmen oder in Buchten von größeren Flüssen auf. Jungfische streifen in Gruppen umher, ausgewachsene Belidas leben als Einzelgänger. Das Eigelege und die nach 6 bis 7 Tagen ausschlüpfenden Fischlarven werden vom Männchen bewacht, bis sie sich freischwimmen können. Die Weibchen kleben die Eier an Hartsubstrate. Daher hat man in den Aquafarminganlagen Pfähle in die Teiche eingepflockt, an denen die Belida – Weibchen dann bis zu 10.000 Eier pro Laichsaison und Weibchen anheften.

Angelsport

Wenn der Belida den Köder ins Maul nimmt, sollte man erst einmal Leine geben und ihn ziehen lassen. Der Belida springt eher als das er kämpft. Er wenn er Haken und Vorfach geschluckt hat, sollte man die Rute anschlagen.

Kelisa – Malaysian BonytongueGoldener Arowana – Scleropages formosus

Der Kelisa oder Boyntongue gehört zu den Knochenzünglern (Familie Osteoglossidae), die mit 5 Arten in Südamerika, Afrika und dem malaiisch-australischen Raum vertreten ist. Der bekannteste dun größte Knochenzüngler ist der Arapaima Südamerikas. Alle Arten haben deutlich hervortretende große Schuppen, Knochenplatten, die den Kopf bedecken, und realtiv große Augen. Rücken- und Afterflosse reichen soweit nach hinten zurück, dass der Eindruck entsteht, es handele sich zusammen mit der Schwanzflosse um ein durchgehendes Flossenband.

Der Kelisa, S.formosus, kommt auf der malaiischen Halbinsel, Sumatra und Borneo vor, sein naher Verwandter, Scleropages leichhardtii in Neuguinea und Australien. Beide sind Maulbrüter. Nach dem Ablaichen und der Befruchtung werden die 16 mm großen vom Männchen in den Mundraum aufgenommen und für die nächsten 8 Wochen in seinem Kehlsack wohlbehütet herumgetragen. Wenn die Jungfische dann in die Freiheit „entlassen“ werden, sind sie bereits 8 cm lang.

 

Die grün-goldene Farbvariante des Bonytongue oder Asian Arowana ist am weitesten verbreitet in Malaysia (Photo: Fanghong, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported, Quelle: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Honglongyu3.jpg)

 

Als stark gefährdete Art steht der Kelisa unter Schutz (Endangered Species CITES). Es kann jedoch Vorkommen, dass man beim Angeln auf den Sebarau stattdessen der Belida den Köder schluckt. Er muss dann so schonend wie möglich wieder in Wasser gesetzt werden.