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Karpfenfische Malaysias – Kelah oder Red Mahseer

Kelah – Red Mahseer –Tor tambroides (früher Tor tambra)

Malaiischer Mahseer

Ist der Golden Mahseer einer der begehrtesten Sportfische Indiens, so ist es sein naher verwandter, der Red Mahseer für Malaysia. Seinem indischen Vetter steht der Kelah in Schönheit und Kampfkraft in nichts nach. Er lebt tief verborgen in den letzten Regenwäldern Malaysias. Er ist die Krönung jedes Angelsportlers, egal ob Malaie oder Gast aus Übersee. Allein ihn überhaupt aufzuspüren, ist für manche schon ein Triumph. In Gourmetrestaurants erreicht dieser Fisch Spitzenpreise. Inzwischen ist es allerdings gelungen, ihn in Aquakulturen nachzuzüchten, sodass er bald als Besatzfisch auch in von gut zahlenden Angeltouristen stark frequentierten Gewässern ausgesetzt wird.

Deutsch: Malaiischer Mahseer

Englisch: Malaysian Red Mahseer, Thai Red Mahseer (oder Greater Brook Carp)

Malaiisch: Kelah (malaiische Halbinsel), Empurau oder Semah (in Sarawak/Borneo) , Pelian (in Sabah/Borneo)

Indonesisch: Garang

Thailändisch: Pla Peang oder Pla Wien

Vorkommen

Der Red Mahseer kommt in Malaysia, Sumatra, Thailand, Myanmar und Teilen Indiens vor. In Malaysia lebt der Kelah im Sungai Pahang (Sungai = malaiisch für River, Fluss) und seinen Zuflüssen Tembeling, Jelai, Tanum, Tahan, keniam und Sat, im Sungai Perak und seinen Zuflüssen, dem Teliang und Gawi River, in den Zuflüssen zum Kenyir Lake 8dem Petuang, Cacing, Terenggan und Tembat River), im Sungai Kelantan und seinen Zuflüssen (Galas, Nenggiri, Lebir, Aring und Pertang River), in den Flüssen des Endau-Rompin Nationalparks (dem Endau, Kincin, Kemapan, Jasin, Mas und Lemakuh River), sowie in den Gewässersystems des Batang Rajang und des Sungai Kinabatangan.

 

 

Merkmale

Der Kelah oder Red Mahseer ist ein karpfenartiger Fisch (Familie Cyprinidae), der zu den Vetretern der asiastischen Flussbarben gehört und nahe verwandt ist mit den Mahseer aus der Gattung Tor anderer Regionen – z.B. dem Golden Mahseer und dem Deccan Mahseer in Indien.

 

Der Kelah hat einen relativ großen Kopf mit dicken Lippen mit einer Einbuchtung in der Mitte der Unterlippe und eine zylindrische Körperform, die seitlich etwas zusammengedrückt ist. Die Schuppen sind ähnlich groß wie beim Golden Mahseer. Die Körperfärbung reicht von blass bis intensiv rot-golden. Die Farbpalette der Flossen reicht von rosa über rot bis zu einem Blauton. Die Schwanzflosse ist stark gegabelt, die Afterflosse ruderförmig.

Kelahs, die auf Märkten oder in Restaurants angeboten werden, stammen meist aus dem benachbarten Thailand und werden als Kelah biru oder Kelah hijau bezeichnet. In Malaysia gibt es zwei Formen: den normalfarbenen Kelah Merah (Red Mahseer) und den feuerroten Kelah Merah Bara (Fiery Red Mahseer).

Lebensraum und Nahrung

Der Kelah bewohnt größere Flüsse mit Felsen, kiesig-sandigem und Detritus – und falllaubreichem Untergrund. Er bevorzugt schnell strömende, sauerstoffreiche Gewässerabschnitte, die ausweichend beschattet sind. Er ist sehr scheu und hält sich tagsüber in Unterständen und schießt nur gelegentlich aus seinem Versteck hervor, um nach Beute zu schnappen. Er ernährt sich vor allem von Urwaldfrüchten, Insekten und Krebsen. Ausgewachsene Exemplare jagen auch kleinere Fische.

Die Wildbestände des Kelahs sind gefährdet durch verschiedene Umweltfaktoren wie die zunehmende Verschmutzung der Flüsse, Flussbegradigungen, Versandung der Fließgewässer, Abholzen der Wälder im Einzugsgebiet der Flusssysteme, aber auch durch illegales, skrupelloses Abfischen mit Stellnetzen und Reusen, Elektrofischen, Vergiftung und Dynamit.

Die Kelah Action Group of Malysia KAGUM hat sich zum Ziel gesetzt, die Wildbestände des Kelahs in den Flusssystemen Malaysias vor dem Aussterben zu bewahren, und zwar durch Regenerierung der Wohngewässer unter Einbeziehung der ortsansässigen Bevölkerung (community based fish conservation). Bis vor wenigen Jahren galt der Kelah als gefährdet. Inzwischen haben sich die Bestände in den schnell-fließenden Gewässern der Nationalparks wieder erholt und das Zielfischen auf den Red Mahseer wird von den Parkbehörden überwacht.



Wirtschaftliche Bedeutung

Der Kelah ist einer der begehrtesten Speieefische. Für Kelahs aus Wildfängen werden in den Gourmetrestaurants Asiens bis zu 300 EUR pro kg Kelah bezahlt. Damit ist er der weltweit teuerste Speisefisch. Man versucht ihn, in Aquafarminganlagen und Teichzuchten nachzuzüchten.

Angelsport

Der Kelah hat Schlundzähne, die tief im Rachen sitzen.Der Fisch schluckt zunächst den Köder, testet ihn mit seinen Geschmacksnerven und spuckt ihn dann wieder aus oder zermalmt die Beute. Also, egal welchen Köder man benutzt, der Angelhaken muss fest im Köder verankert sein.