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Gamefishing in Malaysia Teil 2 Meeresfische

An den Küsten, rund um die unzähligen Inseln und weit draußen – off-shore – bietet Malaysia einige der besten Game Fishing Spots in den Tropen. Die meisten der von der IGFA aufgeführten Game – Fische kann man in diesen Gewässern fangen.

Black Marlin Makaira indica (Familie Istiophoridae)

 

Der Schwarze Marlin wird bis zu 500 cm lang, bis zu 700 kg schwer und ist bei Sportanglern sehr begehrt. Er kommt im Roten Meer und im gesamten Indopazifik vor. Er kann bis zu 5m lang werden und in Tiefen bis 250 m abtauchen. Er ist ein sehr guter Schwimmer und ausgesprochener Einzelgänger. Er kann Spitzengeschwdigkeiten von mehr als 120 km/h erreichen. Kleinere Thunfische, Kalamaren und andere Hochseebewohner bilden die Nahrung des Black Marlin und werden mit seinem Speer, einer Verlängerung des Oberkiefers gejagt. In Mallaysia halten sich Black Marlin vor allem in den Gewässern um Pulau Aur und den Spratlys auf. Einmal am Haken, wehrt sich der Black Marlin verzweifelt durch wilde Sprünge aus dem Wasser. Mit seinem Speer kann er dabei dem Angler gefährlich nahe kommen und ernsthafte Verletzungen zufügen. Diese Fische müssen nach dem Fang unbedingt wieder freigelassen werden. Als Top-Carnivoren am Ende der Nahrungskette in den Meeren sind wichtiger Bestandteil des Ökosystems.

Catch and Release eines Black Marlin

Blue Marlin Makaira nigricans (Familie Istiophoridae)

 

Blue Marlin beim Sprung aus dem Wasser (National Oceanic and Atmospheric Administration, Public Domain, Quelle: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/b/b9/Atlantic_blue_marlin.jpg )

 

Der Blue Marlin hält sich vor allem bei den Spratlys auf. Es wird vermutet, dass der Blue Marlin aus dem Atlantik (Makaira nigircans) und der Indopazifische Blue Marlin (Makaira makaira) in Wirklichkeit zu einer einzigen Art, Makaira nigricans, gehören, da sich auch keinerlei genetische Unterschiede feststellen ließen. Blue Marlin sind eng verwandt mit den Fächerfischen und bilden zusammen mit den Speerfischen und anderen Marlinarten eine Familie Istiophoridae.

 

 

Sailfish – Segelfisch – Istiophorus platypterus (Familie Istiophoridae)

Segelfische sind in allen Gewässern rund um Malaysia zu finden. Ganze Schulen bilden die Segelfische vor allem in den Off-Shore-Gewässern vor Kuala Rompin im Bundesstaat Johor. Segelfische werden bis zu 360 cm lang. Es sind ausgesprochene Off-Shore-Fische, die nur selten in Ufernähe aufkreuzen. Sie tauchen in Tiefen bis zu 180 m ab. Meist ziehen sie in kleinen Gruppen umher. Wenn sie an der Oberfläche schwimmen, ragt oft ihre segelartig ausgezogene Rückenflosse weit aus dem Wasser heraus, sodass sie schon von weitem zu sichten sind. Mit eingeklappter Fächerflosse können sie mehr als 100 km/h schnell sein.

Der Indopazifische Segelfisch (Zeichnung: Citro, GNU-Free Documentation License, Quelle: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Istiophorus_platypterus_.jpg )

 

Short Bill Spearfish Tetraturus angustirostris (Familie Istiophoridae)

 

Der kurzschnäuzige Speerfisch, auch Weißer Marlin genannt, kommt nur in geringen Anzahlen vor, meist in Gesellschaft mit Segelfischen. Er kann mehr als 2 m lang und über 50 kg schwer werden. Er hält sich meist in küstenfernen Regionen auf und kann mehr als 900 m tief tauchen. Er legt dabei weite Strecken zurück und kann vom Pazifik bis in den Südatlantik und wieder zurück zu seinen Laichplätzen im Indopazifik ziehen.

 

 

Kurzschnäuziger Speerfisch (Tetrapturus angustirostris)

Photo: Nholtzha, Creative Commons Attr.-Share Alike 3.0 Unported, Quelle: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/1d/Spearfish.jpg )

 

Dolphinfish (Dorado, Mahi-Mahi) Coryphaena hippurus (Familie Coryphaenidae)

Der Dolphinfish führt beim Fang große Sprünge und mächtige Runs auf. Diese Dorade kann bis zu 180 cm lang werden, meist werden aber nur Exemplare von einer Größe von bis zu 1 m gefangen. Doraden schwimmen einzeln oder in kleinen Gruppen in Küstennähe umher.

 

female Mahi Mahi, caught in Mauritius (photo: PJMannarino, Public Domain, http://en.wikipedia.org/wiki/File:MahiMahi.jpg )

 

 

 

Goldmakrelen haben eine sehr auffällige Körperform, die für die gesamte Artengruppe unverwechselbar ist. Der Kopf hat eine sehr hohe, scharf gekielte Stirn und wirkt dadurch buckelförmig. Charakteristisch ist auch die lange Rückenflosse, die vom Kopfhinterende bis zum Schwanzansatz reicht. Die Brustflossen sind dagegen auffallend kurz und schmal sichelförmig. Die Bauchflossen können in Bauchtaschen eingeklappt werden. Die Schwanzflosse ist tief eingeschnitten. Die obere Körperhälfte ist leuchtend golden-grün gefärbt, die Flanken und der Bauch sind heller bis silbrig weiß. Über den Körper verteilt, gibt es einige unregelmäßige bläuliche Flecken. Bis auf die gelbe Schwanzflosse sind alle anderen Flossen ebenfalls blau bis violett getönt. Die Farben können sich je nach Erregungsstand schnell ändern. Beim Anlanden nach dem Fang geht ein wahres Farbenspiel über den Körper, bis er verblasst.

Die markante Körperform weist die Goldmakrelen als ausgezeichnete und ausdauernde Schwimmer aus. Sie jagen dabei mit 60 km/h ihrer Beute nach, das sind vor allem Fliegende Fische. Goldmakrelen gehören zu den besten Speisefischen. Da sie starke Fighter sind, sind sie als Zielfische auch bei Sportangler beliebt.

Giant Trevally oder Giant Kingfish Caranx ignobilis (Familie Carangidae – Stachelmakrelen)

 

Die Dickkopfmakrele ist ein viel beachteter Zielfisch mit Vorliebe für große Poppers. Diese Art schwimmt einzeln oder in kleinen Gruppen, vorzugsweise in mittleren Wassertiefen von 10 bis 40m, wo sie andere Fische, Tintenfische und Krebse der offenen Gewässer, an Außenriffen oder in Lagunen jagt. Sie wird bis zu 170 cm lang und 80 kg schwer. Sie ist leicht an ihrem massiven Kopf zu erkennen.

 

Giant Trevally (Photo: Dr.Dwayne Meadows, NOAA/NMFS/OPR, Public Domain, Quelle: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/e/ed/Caranx_ignobilis.jpg

 

Great Barracuda Sphyraena barracuda (Familie Spyraenidae – Barrakudas)

Der Große Barrakuda ist weit verbreitet und erreicht in den marinen Gewässern Malaysias durchaus IGFA Rekordmaße. Er kann bis zu 190 cm lang werden. Diese größte Barrakuda-Art zieht meist als Einzelgänger umher und ist in Riffnähe und auch off-shore anzutreffen. Er hat einen torpedoförmigen Körper mit spitz zulaufendem Kopf und messerscharfen Zähnen. Beim Anlanden sollte man sich vor den sehr scharfen, dolchartigen Zähnen in Acht nehmen! Auch Taucher und Schnorchler werden gelegentlich attackiert, besonders wenn die Barrakudas silbrig glänzende Gegenstände wie Armbanduhren oder Ketten mit Beutefischen verwechseln. Jungfische – wie im Bild zu sehen – haben auffallende dunklere Querstreifen auf den Flanken, dies verliert sich bei ausgewachsenen Barrakudas.

 

 

Eine Schule Großer Barracudas (Photo:NPS-Photo Larry Basch, Public Domain, Quelel: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/6/6c/Sphyraena_barracuda_by_NPS.jpg )

 

 

 

 

 

 

Narrowbarred Mackerel – Spanische Makrele – Scomberomorus commerson (Familie Scombridae – Thunfische)

Die Spanische Makrele ist weltweit in allen wärmeren Meeresbereichen verbreitet. Einzelne Exemplare können bis zu 220 cm lang und bis zu 70 k schwer werden. Spanische Makrelen sind leicht an ihrem auffallenden wellenförmigen Querstreifenmuster auf dunkel- bis hellblauem Untergrund zu erkennen. Diese Makrelenart zieht zu bestimmten Jahreszeiten in großen Schulen durch die Gewässer rund um Malaysia. Dabei jagen sie gezielt kleineren Schwarmfischen hinterher, versucht einzelne Fische aus dem Schwarm abzudrängen und dann blitzschnell zu erbeuten. Solche Makrelenschwärme auf Beutezug sind schon von weitem zu orten, da von ihnen die Wasseroberfläche stark aufgewirbelt wird.

 

Spanische Makrele Scombeomorus commerson (Zeichnung: Robbie N.Cada, Public Domain, Quelle: http://en.wikipedia.org/wiki/File:Sccom_u0.gif

 

 

Yellowfin Tuna Thunus albacares (Familie Scombridae – Thunfische)

Gelbflossenthunfische sind starke Kämpfer und begehrte Sportfische. Sie können bis zu 2m groß werden.Man trifft auf sie vor allem in den tiefblauen Gewässern der Spratlys und in der Celebes-See rund um Sipadan, Mabul und Ligitan Inseln. Sie tauchen sowohl einzeln als auch in Schwärmen auf.

Alle Thunfischarten haben keine Schwimmblase und müssen daher ständig in Bewegung bleiben. Ihre Körpertemperatur liegt ständig ca. 3 Grad Celsius über dem Meerwasser; als „Warmblüter“ der Meere sind sie damit zu Höchstleistungen beim Schwimmen und dem Hinterherjagen ihrer Beute fähig. Dies kostet aber viel Energie. Sie benötigen deshalb große Mengen an Nahrung und fressen täglich ein Viertel ihres Körpergewichtes. Dabei legen sie sehr weite Strecken zurück und ziehen den Schwärmen ihrer Beutefische hinterher. Sie haben meist recht große Augen und ein gutes Sehvermögen.

 

Schule von Gelbflossen – Thunfischen (Photo: Public Domain, Quelel: http://en.wikipedia.org/wiki/File:Tuna.jpg )

 

 

 

 

Dogtooth Tuna Gymnosarda unicolor (Familie Scombridae – Thunfische)

Der Hundezahn-Thunfisch kann bis zu 200 cm groß werden. Er schweift einzeln oder in leien gruppen in Riffnähe oder über Geröll- und Sandflächen umher, wo er gezielt seiner Beute nachjagt, das sind vor allem Makrelen, Neonfüsiliere oder Doktofische.

 

Einfarben – Thunfisch (Photo: Matthieu Sontag, GNU- Free Documentation License, Quelle: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Gymnosarda_unicolor.jpg )

 

Bigeye Tuna Thunus obesus

Diese Art wird oft mit dem Yellowfin Tuna verwechselt. Junge Großaugenthunfische schwimmen manchmal in den Schwärmen von Gelbflossenthunfischen, während ausgewachsene Exemplare größere Tiefen vorziehen. Eine Fettschicht schützt sie vor den kühlen Wassertemperaturen in der Tiefe. Deswegen ist ihr fettreiches Fleisch bei den Japanern sehr beliebt und wird für das Nationalgericht Sashimi verwendet.

 

 

Der Großaugen-Thunfisch (Illustration: Robbie N.Cada, Public Domain, Quelle: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Thobe_u0.gif )

 

 

Wahoo Acenthocybium solandri (Familie Scombridae – Thunfische)

 

Der Wahoo soll der schnellste Fisch sein. Er wird bis zu 200 cm lang und bevorzugt Wassertiefen bis zu 80 m. Mit seiner torpedoförmigen Körpergestalt und dem Querstreifenmuster ähnelt er dem Großen Barakuda, er ist aber enger mit den Thunfischen verwandt. Die Rückenpartie des Wahoo ist schwarz bis irisierend dunkelblau gefärbt, die Flanken von hellblau zur Bauchseite hin in silbrig-weiß über. Den Körper bedecken bis zu 30 leuchtend blaue Querstreifen.

 

 

Wahoo (Zeichnung: Robbie Cada, Public Domain, Quelle: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Acanthocybium_solandri.PNG )

 

 

Rainbow Runner Elagatis bipinnulata (Familie Carangidae – Stachelmakrelen)

Der Rainbow Runner, deutsch Regenbogen-Renner oder präziser Regenbogen-Stachelmakrele, hält sich vor allem in der Nähe von felsigen Inseln auf, wobei er an der Wasseroberfläche oder in geringen Tiefen bis zu maximal 15 m anzutreffen ist. Er ernährt sich von Meeresplankton, vor allem planktischen Krebsen, aber auch von kleineren Fischen. Dieser Fisch zeigt keine Scheu und schwimmt manchmal bis dicht an das Boot heran. Der Rainbow Runner, einziger Vertreter dieser Gattung, ist kaum mit anderen Stachelmakrelen zu verwechseln: Er hat einen langgestreckten, schlanken Körper. Die Körperfärbung reicht im Rückenbereich von blau bis oliv, die Bauchseite ist hell silbern-weiß, entlang der Körperflanken ziehen sich zwei hell-blaue Längsstreifen. Er wird bis zu 1,2 m lang und kann maximal 15 kg schwer werden. Er gilt als ausgezeichneter Speisefisch.

 

 

 

Rainbow Runner (Photo: Shannon Rankin, NOAA, Public Domain, Quelle: http://en.wikipedia.org/wiki/File:Rainbow_runner_3.jpg )

 

 

Greater Amberjack Seriola dumerili (Familie Carangidae – Stachelmakrelen)

Dieser Jackfish, deutsch Bernsteinmakrele genannt, ist ein starker Kämpfer, er taucht tief ab, nimmt aber eine ganze Reihe verschiedener Lures und Baites an. Er zieht in Schwärmen in Küstennähe umher und jagt gezielt nach Rifffischen als Beute. Er zieht kühlere Wassertemperaturen vor und schwimmt in tropischen Meeren in Wassertiefen von bis zu 100 m. Er erreicht durchschnittliche Fanggewichte von 20 bis 30 kg, kann aber bis maximal 70 kg schwer werden. Den deutschen Namen Bernsteinmakrele verdankt dem blass – bernsteinfarbenen Längsstreifen auf Höhe der Seitenlinie. Jungfische, wie im folgenden Bild zu erkennen, haben einen dunklen Streifen, der sich diagonal von der Oberlippe über das Auge bis zum Ansatz der Rückenflosse hinzieht.

Porträt einer Bernsteinmakrele Seriola dumerili (Photo: Bryan Harry, Public Domain, Quelel: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Seriola_dumerili_by_NPS.jpg )

Cobia – Rachycentron canadum (Familie Rachycentridae – Kobias)

Dieser einziger Vertreter der Kobias wird maximal 200 cm lang, die durchschnittliche Fanggröße liegt aber nur um die 100 cm. Jungfische erkennt man an den weißen Längsstreifen, ausgewachsene Kobias sind dagegen einfarbig dunkelgrau. Kobias schwimmen als Einzelgänger im Windschatten von Rochen oder Haien umher, um von den Überresten ihrer Beute zu profitieren. Kobias sind starke Kämpfer, ihr Fleisch ist aber von den Einheimischen nicht sehr geschätzt.

 

Photo: Wiki Summer, Public Domain, Quelel: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/3/3c/%E6%B5%B7%E9%B1%BA%E9%AD%9A.jpg )