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Der Oberrheinabschnitt 1 zwischen Basel und Breisach

Dass hier vorgestellte Oberrheingebiet reicht vom Rheinknie in Basel bei Rhein-km 165 bis zum Rhein auf Höhe der Einmündung des Leopoldkanals bei Rhein-km 253. Dies Gebiet lässt sich in zwei Abschnitte unterteilen. Oberrheinabschnitt I reicht vom Rheinknie in Basel (Rhein km 165) bis bis zur Einmündung der Möhlin bei Breisach (Rhein-Km 220). Der zweiter Abschnitt II im Oberrhein beginnt unterhalb der Möhlinmündung bei Breisach und endet bei Kehl /und Straßburg.

Der Oberrheinabschnitt I zwischen Basel und Breisach

Dieser Abschnitt beginnt in Basel auf Höher der Schwarzwaldbrücke und endet oberhalb der Mündung der Möhlin kurz vor Breisach.

Die Stadt Basel gibt für ihren Rheinabschnitt eine eigene Fischerkarte aus. In diesem stark strömenden Bereich wird man außer dem Döbel kaum andere Cypriniden fangen können. Angeln auf Forellen und auch Zander, Flussbarsche und Hechte ist dagegen erfolgversprechend. Der Bestand an Raubfischen soll aber in den letzten Jahren zurückgegangen sein.

An der Staustufe Märkt wird bis zu 90% der Wassermenge in den Rheinseitenkanal auf französischer Seite abgelenkt, über den Binnenschifffahrt läuft. Der ursprüngliche Rhein erhält nur noch einen geringen Teil der Wasserführung und wird daher Restrhein genannt.Der Grand Canal d’Alsace dient neben der Rheinschifffahrt vor allem der Stromerzeugung. Dazu wurden vier Wasserkraftwerke errichtet.

 

 

 Die Dreiländerbrücke zwischen Huningue (Frankreich) und Weil am Rhein (Deutschland) beim Dreiländereck von Basel (Schweiz) bei Nacht. (Photo: Taxiarchos228, GNU- Free Documentation Licesne, Quelle: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Weil_am_Rhein_-_Dreil%C3%A4nderbr%C3%BCcke10.jpg&filetimestamp=20110509185111 )

 

Der Grand Canal d’Alsace oder Rheinseitenkanal – wie er schlicht auf Deutsch heißt – ist recht langweilig und eintönig. Lediglich im Bereich der Schleusen besteht Aussicht auf Erfolg beim Angeln auf Döbel, Hecht und Zander. Wesentlich abwechslungsreicher und interessanter ist da schon der Restrhein oder Altrhein, wie er auch genannt wird.

Für den Restrhein bleibt nur noch eine geringe Restwassermenge übrig – abgesehen von einigen kurzen Hochwasserperioden z.B. während der Schneeschmelze im Südschwarzwald oder bei starken Niederschlägen im Einzugsgebiet der Aare. Im Restrhein zwischen Kandermündung und den sogenannten Isteiner Schwellen fallen große Fläche trocken und zwar über längere Perioden. Felsen und Kiesbänke liegen dann frei. Unterhalb der Isteiner Schwellen bilden sich kleine Inselchen, zwischen denen das Wasser in kleinen Rinnsale abläuft. In diesem Bereich wechseln daher Stillwaserbereiche in Form von Gumpen oder Rockpools mit schnellfließenden flachen Bereichen, in denen das Wasser über die Felsblöcke schießt. Theoretisch wäre dies ein optimaler Lebensraum für kleinere , bodenbewohnende Fische wie Groppen und Schmerlen oder für Forellen, die gerne in solchen Gumpen stehen, wäre die Dotierung der Restwassermenge von französischer Seite etwas höher.

Durch den Grand Canal d’Alsace und den Rhein-Rhone-Kanal ist der südliche Oberrheinabschnitt vollkommen von seinem linksrheinischen Einzugsgebiet abgeschnitten. Die Zuflüsse aus den Vogesen erreichen erst über die Ill auf Höhe von Strassbourg den Rhein. Und auf rechtsrheinischer deutscher Seite fließen auch nur kleine bis mittelgroße Gewässer in den Restrhein: Wiese, Kander und Feuerbach, die ebenfalls während der Sommermonate wenig Wasser führen. Einige weitere kleinere Bäche aus dem Markgräfler Land versickern kurz vor der Mündung in den Restrhein oder wurden zu Teichen aufgestaut.

 

Der Restrhein bei den Idsteiner Schwellen bei mittlerer Wasserführung. In niederschlagsarmen Sommermonaten fallen große Areale der Felsen trocken (Photo: P.Schröder & P.Rey 1998)

Seit Januar 2011 ist eine Verordnung in Kraft, die anlässlich der Neukonzesseionierung des Wasserkratfwerks Kembs eine deutliche Anhebung der Mindestwasserdotierung im Altrhein garantieren soll. Diese Vereinbarung gilt vorerst bis zum Jahr 2035. Kembs liegt im Dreiländereck Schweiz-Frankreich-Deutschland am Canal de Huningue und dem Rheinseitenkanal. Zugleich wird seit dem Herbst 2010 in einer Pilotstudie, wie sich durch die Zugabe von mehreren tausend Tonnen Kies die Geschiebedynamik im Alrtrhein und damit auch die Lebensbedingungen für die Kieslaicher unter den Fischen verbessern lässt.